Die Angaben gehen auseinander. Spricht die Polizei laut Angaben der Wuppertaler Rundschau (WR) von 26.000 Zuschauern beim Wuppertaler Rosensonntagszug, so berichtet die Westdeutsche Zeitung (WZ) von 44.000 Narren, die am Rande des Zugweges mitgefeiert haben. Diese Zahl stammt vom Zugleiter des Carneval Comitee Wuppertal (CCW).

In früheren Jahren wurde die Zahl meist mit 100.000, in den letzten in der Regel mit 50.000 angegeben. Ganz offensichtlich hatte der Wettergott hier „Schicksal“ gespielt. Denn pünktlich zum Zugstart um 13.30 Uhr setzten nach dem nächtlichen Schneefall Schauer mit Graupel und (Schnee-)Regen ein.

Verkürzung aus Kostengründen

Über 20 Karnevalsgruppen, etwa die Hälfte davon mit einem eigenen Wagen, waren in diesem Jahr dabei und sorgten für einen etwa 30 Minuten langen Zug auf der von der Wupperstraße im Elberfelder Osten bis zur Brändströmstraße in Wupperfeld führenden Zugstrecke. Die war vom CCW wegen der stetig steigenden Kosten verkürzt worden.

Auf Mottowagen wie bei den Umzügen in den Karnevalshochburgen am Rhein warteten die Wuppertaler Jecken allerdings vergeblich. Die Bundes-, Landes- oder Lokalpolitik blieb außen vor, obwohl das zu den ureigensten Aufgaben des Karnevals gehöre, wie CCW-Präsident Michaelis durchaus selbstkritisch anmerkte.

Mit großem Aufgebot folgten die Mitarbeiter des städtische Eigenbetrieb Entsorgung und Stadtreinigung (ESW) dem Narrenzug über die B7. Sie sorgten schon kurz hinter den Wagen für ein sauberes Umfeld. Zudem sorgte die AWG mit ihren Müllfahrzeugen für Sicherheit durch an den Einmündungen zur B7 platzierte Fahrzeuge (Foto unten; Quelle: Wuppertal-total).