Auch bei uns wird eine Legalisierung von Cannabis immer wahrscheinlicher. In Köln wagt man dazu jetzt den ersten Schritt. Mit den Stimmen unter anderem von Grünen, FDP und Linken beschloss die  Bezirksvertretung Innenstadt eine kontrollierte Abgabe von Cannabis in Apotheken. Begleitend dazu,  soll das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) eine Studie erarbeiten. Erforscht werden soll, welche Konsequenzen eine legale Abgabe von Cannabis für Konsumenten, die Stadt und die Stadtgesellschaft hat.

Mit einer schrittweisen Legalisierung von Cannabis ist auch bei der Kölner Initiative die Hoffnung verbunden, Justiz und Polizei zu entlasten und die organisierte Kriminalität einzudämmen.

Laut Betäubungsmittelgesetz gehört Cannabis zu den sogenannten "nicht verkehrsfähigen Betäubungsmitteln". Das bedeutet: Anbau, Kauf, Verkauf und Besitz sind unabhängig von der Menge verboten! Die Polizei muss immer ermitteln, da auch der Besitz geringer Mengen eine Straftat ist. Doch selbst die fordert in der Zwischenzeit eine Legalisierung. Der Vorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, forderte schon Anfang des Jahres gegenüber dem Spiegel eine Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten. Das Verbot von Cannabis sei "historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend".