Die EU bremst die Wuppertaler Tafel aus. Eine Richtlinie verbietet ihr, warmes Essen auszuliefern. Damit entfällt die Versorgung von Obdachlosen und Einrichtungen für Kinder. Hauptbetroffener ist der Kinderschutzbund (KSB) und der Hof Hipkendahl. „Um das Angebot weiter aufrecht zu erhalten, müssten wir eine Zulassung beantragen“, sagte Wolfgang Nielsen, erster Vorsitzender der Wuppertaler Tafel, in einem Beitrag der WDR-Lokalzeit. Die Anforderungen seien aber so hoch, dass die Tafel das mit ihrem weitestgehend ehrenamtlichen Personal nicht leisten könne. Zum Beispiel müsste die Küche umgebaut werden, das Personal Schulungen absolvieren und Dokumentationen geschrieben werden.

Seit Montag (16. Oktober) erhalten Obdachlose nur noch belegte Brötchen. Der Kinderschutzbund hat sich in einem Offenen Brief an die Stadtverwaltung gewandt. Die Einrichtung muss jetzt das Essen für 20 Kinder bezahlen. Das, so der Kinderschutzbund, sei in Kombination mit der Sperrung der Schloßbleiche „sehr dramatisch“. Denn der dortige Kleiderladen des KSB bringe die finanziellen Mittel für das Essen. Seit 2009 hat die Tafel das Essen angeliefert. Beanstandungen gab es während der gesamten Zeit nicht.