Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sedat Ugurman, hat Behauptungen der Rats-Grünen widersprochen, „Oberbürgermeister Andreas Mucke lasse es in Sachen ‚Stickstoffdioxidbelastung‘ ruhig angehen und nehme sogar „eine Hängepartie auf Kosten der Gesundheit von Anwohnerinnen und Anwohner der stark befahrenen Straßen“ in Kauf. Es sei unglaublich, hatte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anja Liebert, unter anderem dazu weiter ausgeführt, dass die Stadt Wuppertal nicht in der Lage sei, die gesundheitsgefährdende Luftbelastung zu verringern.

„Wer, wie die Grünen, das Thema ‚Stickstoffdioxidbelastung‘ auf dem Lagerfeuer der Parteipolitik kocht, leistet keinen Beitrag zur Problemlösung. Vielmehr ist dieses ein Beitrag, der schlichtweg kontraproduktiv ist“, entgegnete nun Sedat Ugurman. Ihm zur Seite: Volker Dittgen, der Vorsitzende des Verkehrsausschussese: „Wer behauptet, es gäbe neben Fahrverboten kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur Reduzierung der Luftbelastung durch Diesel-Fahrzeuge, der verschließt die Augen vor der Lebenswirklichkeit.“ OB Mucke übernehme Verantwortung und gestalte im Rahmen der Möglichkeiten: Intelligente Ampelschaltungen, weitere Modernisierung der WSW-Busflotte, Anpassung der Müllabfuhr durch Optimierungen der Logistik seien einige Beispiele hierfür.

Man arbeite längst an einem nachhaltigen Mobilitätskonzept, das „übrigens nicht erst 2030 fertig sein wird, sondern mit Blick auf diesen Zeitraum Perspektiven einer nachhaltigen Mobilitätspolitik aufzeigen soll“, so Ugurman. Jetzt restriktive Eingriffe zu beschließen, käme einem Fahrverbot gleich.