Wenn niemand mehr dazwischenfunkt, gibt es in Wuppertal in diesem Jahr noch verkaufsoffene Sonntage. Der Rat der Stadt jedenfalls hat in seiner jüngsten Sitzung am Montag (13. November) dem Adventssonntags-Shopping am 3. Dezember in Elberfeld und am 10. Dezember in Barmen mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP mehrheitlich zugestimmt. Anlasslos ist so etwas nach den Erfahrungen der Vergangenheit ja nicht mehr möglich, die gleichzeitig stattfindenden Weihnachts- oder Lichtermärkte reichen als Begründung nicht aus. Und auch der erste beziehungsweise zweite Advent reichen als Begründung auch nicht aus. Jetzt soll es Schnee richten.

Daher soll in Elberfeld eine Veranstaltung „Wuppertaler-Winter-Weihnachtswelt“ auf dem Kirchplatz mit 20 Tonnen Kunstschnee die Massen anlocken. 20.000 zusätzliche Besucher erwartet die Stadt dadurch. Die IG City Barmen, Zusammenschluss der dortigen Einzelhändler, setzt für ihren verkaufsoffenen Sonntag als Attraktion ebenfalls auf Schnee und hat einen Schneemann-Wettbewerb auf dem Geschwister-Scholl-Platz ausgelobt. Zusätzlich gibt es einen Flohmarkt hinter dem Rathaus. Da bleibt nur zu hoffen, dass Petrus für Kälte sorgt und es nicht regnen lässt.

Die Linke stimmte gegen den Antrag. Sie geht davon aus, dass der Beschluss bei einer (zu erwartenden) Klage der Gewerkschaft verdi vom Verwaltungsgericht einkassiert wird. An den beiden Tagen sollen nur Geschäfte in den Innenstädten öffnen dürfen, Lebensmittel- und Drogeriemärkte allerdings müssen geschlossen bleiben.