Der „neue Döppersberg“ nimmt immer mehr Gestalt an. Über ein Thema wird allerdings noch heiß diskutiert: Die äußere Gestaltung des historischen Bahnhofsgebäudes, des bedeutendsten Teils eines Ensembles von Gebäuden aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach dem Abriss der Vorbauten aus den 1960er Jahren ist es, wenn auch ein wenig hinter dem umstrittenen „Investorenkubus“ versteckt, in seinen ursprünglichen Dimensionen als Meisterwerk des Klassizismus im Stadtraum sichtbar. Bei der Sanierung des Gebäudes ist bisher geplant, die Erdgeschossfassade nicht mit den ursprünglich vorhandenen Rundbögen, sondern historisch unkorrekt mit Rechteckfenstern zu versehen.

Insgesamt haben bis jetzt knapp 8.000 engagierte Wuppertaler die „Initiative Baudenkmal Döppersberg“ mit einer Petition unterstützt, in der sie sich für eine denkmalgerechte Rekonstruktion des Wuppertaler Hauptbahnhofs in Anlehnung an die Originalfassade von 1848 mit Rundbogenöffnungen im Erdgeschoss einsetzen. Gegen die hatte der Stadtrat trotz vielfacher Appelle von Bürgerinnen und Bürgern, bekannten Fachleuten für Denkmalschutz und der regionalen und überregionalen Presse gestimmt.

Am Freitag (8. Dezember) wird die Initiative die Petition, die sich an Stadt, Land und die Deutsche Bahn richtet, Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke übergeben.